Phantom – Kapitel 2.4

„Wir haben nichts.“ Fred lehnte sich auf seinem Bürostuhl zurück. „Keine Fingerabdrücke, keine Hinweise, keinen Verdächtigen.“

„Das kann es nicht geben.“ Karl blätterte noch einmal alle Unterlagen durch, die sie im Fall des ermordeten Pärchens zusammen gesammelt hatten. Sie hatten den Tatort gründlichst untersuchen lassen, Nachbarn befragt, im privaten und beruflichen Umfeld des Mädchens und des Jungen nachgeforscht. Mit der flachen Hand schlug er auf den Tisch und stieß ein leises Knurren aus. „Und jetzt?“

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Phantom – Kapitel 2.3

Kora nahm hinter dem Keyboard Platz. Er drückte kurz ein paar Knöpfe, um das Instrument auf den gewünschten Klang einzustellen, und begann dann zu spielen. Es war eine langsame Melodie, die zunächst aus nur einigen, wenigen Tönen bestand, mit der Zeit aber immer dichter wurde und sich zu einer von Melancholie dominierten, bewegenden Komposition entwickelte. Frank hörte gerne zu, lehnte sich im Sofa zurück und ließ das Spiel auf sich wirken. Klavierspielen konnte der Bursche, dachte er sich. Vielleicht war er kein zweiter Mozart, aber das erwartete nun wirklich keiner.

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Phantom – Kapitel 2.1

Es war ein eisiger Dezemberabend, an dem der Anruf Karl und Fred im Büro erreichte. Sie mussten zu einem Tatort, einer Wohnung im Zentrum der Stadt. Man hatte dort zwei Leichen gefunden, zwei Personen, die offensichtlich keines natürlichen Todes gestorben waren. Die Opfer waren die Mieterin der Wohnung, eine junge Frau Anfang zwanzig, und ein Mann ungefähr im selben Alter. Er war noch nicht identifiziert. Eine Freundin des weiblichen Opfers hatte die beiden gefunden.

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