Der weiße Ritter

Ich warte auf ihn, den weißen Ritter, der kommen wird, mich zu befreien. Der weiße Ritter auf seinem strahlenden Pferd, das größer ist als alle anderen Pferde, mit Hufen so mächtig, dass sie mit Leichtigkeit den Kopf des bösen Königs unter sich zermalmen können.

Tagein, tagaus sitze ich am Fenster und warte auf ihn, auf ein Zeichen, ein Blitzen am Horizont, das seine Ankunft verkündet. Mit Stolz emporgereckter Lanze wird er erscheinen, mein Ritter. Er wird die Dornen zerschlagen, aus denen ich dann eine Krone für den König flechten werde.

Ich höre ein Klacken, mit dem sich die Tür zu meinem Verlies öffnet. „Prinzessin …“ Ich stellte mir vor, wie die Krone sein Haupt ziert. Dieses Bild vor Augen, das nur noch vom Anblick des weißen Ritters übertroffen wird, lässt mich hoffen.

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Beitragsbild von pixabay

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