Phantom – Kapitel 3.1

Hallihallo, ich habe etwas gestöbert und dabei die Fortsetzung von meiner Geschichte Phantom gefunden. Also natürlich habe ich gewusst, dass es die gibt, aber so richtig hatte ich sie nicht mehr auf dem Schirm. Und was musste ich feststellen, als ich auf das Datum geschaut habe, zu dem der Text das letzte Mal bearbeitet wurde? März 2018! Autsch! Ist das schon wieder lange her … Bevor die Story also komplett einstaubt, von Motten zerfressen wird oder auf andere Weise im Nirwana verschwindet, stelle ich sie lieber gleich online. Vielleicht will sie ja irgendwer lesen. Und vielleicht – wenn ich ganz viele Likes und Kommentare bekomme^^ – ist das Motivation genug, die Geschichte weiter und am besten auch fertig zu schreiben ;-) Also strengt euch an! Äh … Oder so … Wie gebt ihr euch selbst einen mentalen Tritt in den Allerwertesten?

Genug gelabert, hier geht’s los mit Kapitel 3:


„Wir müssen aufs Präsidium kommen“, verkündete Georg. „Für eine Aussage.“

„Was? Was soll ich denn aussagen?“ Frank wäre beinahe sein Telefon aus den Händen gerutscht. Er war gerade erst aufgestanden, hatte sich geduscht, was er gestern Nacht nicht mehr geschafft hatte, und einen Happen Brot zwischen die Zähne geschoben, als Georgs Nachricht ihn erreichte.

„Was weiß denn ich? Vor fünf Minuten hab ich den Anruf bekommen. Ich sollte auch meinen Musikerkollegen Bescheid geben. Also heute, elf Uhr.“

„Oh Mann.“ Frank hörte auch übers Telefon, dass Georg genau so wenig begeistert wie er war, aber an irgendwem musste er seinen Unmut ja auslassen. „Und wieso rufen die dich an?“

„Hab ihnen gestern noch meine Handynummer gegeben. Konnte ja schlecht nein sagen, oder?“

„Ja, ja, schon gut. Ich meine, wir können ja nichts dafür und so. Aber trotzdem ist diese Sache nicht gut für uns. Oder was meinst du, woran die Leute jetzt denken, wenn sie unseren Namen hören? Wieso musste dieser Überfall auch gerade dann stattfinden, wenn wir in dem Club nebenan spielen?“

„Überfall?“

„Ja was denn sonst!“

„Keine Ahnung. Vielleicht war’s ja auch gar kein Zufall.“

„Was willst du damit sagen?“ Frank war nervös durch sein Wohnzimmer gelaufen, hielt nun aber mitten in der Bewegung inne. Irritiert kniff er die Augen zusammen, was Georg übers Telefon natürlich nicht sehen konnte.

„Nichts. Mann, Frank …“ Es entstand eine kurze Pause. „Komm nachher bitte einfach aufs Präsidium. Nicht, dass die mir noch vorhalten, ich hätte es euch nicht ausgerichtet.“

„Sicher. Wir haben ja nichts zu verbergen.“

„Ist ne Routinesache. Wir müssen das hinter uns bringen, und dann ist es gut.“

„Bestimmt.“ Frank beruhigte sich langsam wieder. Georgs Anruf war wachrüttelnder als jeder Kaffee gewesen, auch wenn er definitiv eine Tasse Kaffee diesem Mist vorzog.

„Also, man sieht sich.“ Georg legte auf und Frank stieß erst einmal einen tiefen Seufzer aus. Was war das bloß für ein blöder Scherz!

Er griff nach seiner Kaffeetasse, deren Inhalt mittlerweile nur noch lauwarm war, und schlürfte missmutig an der braunen Brühe. Sollte er die anderen anrufen? Nein, das würde wohl Georg erledigen. Eigentlich war er ganz froh, dass er nicht der Überbringer dieser Nachricht war. Andererseits war diese Band ja schon irgendwie sein Ding, seine Band. Und er hatte keine Ahnung, ob und wenn ja, wie sehr, dieser Vorfall auf die Gruppe einwirken würde. Oder machte er sich am Ende zu viele Gedanken? Franks Blick huschte kurz zur Uhr im Wohnzimmer. Halb neun. Es war also noch genügend Zeit. Er schnappte sich die Gitarre, warf sich aufs Sofa und klampfte seine schlechte Laune in die Saiten.

Phantom

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