Dadaismus, die zweite: „dadaism#2“ von DADAROMA

Mit dadaism#2 findet das zweite Minialbum von DADAROMA auf meinem Blog Einzug. DADAROMA ist eine vierköpfige Band aus Japan, die seit ihrer Gründung 2014 sehr fleißig Musik im Bereich Metalcore produzieren. Ist das erste Minialbum dadaism#1, dessen Vorstellung sich → hier findet, bereits ein Ohrwurmgarant, so setzt dadaism#2 da nochmal einen drauf.

Die Stücke auf dadaism#2 sind differenzierter als auf dadaism#1, das heißt, das Album bietet selbst bei nur sechs Liedern eine große Vielfalt und einiges an Abwechslung, gleichzeitig sind auch die Melodien ausgefeilter und eingängiger. Yoshiatsu am Gesang, Takashi an der Gitarre, Tomo am Bass und Yusuke am Schlagzeug haben hier ein richtiges kleines Juwel geschaffen.

HIGH AND LOW eröffent dadaism#2 mit geheimnisvollen, geflüsterten Strophen und einem groovigen Refrain, dessen Melodie gleich ins Ohr geht. morphine#3 schließt sich als zweites Stück an und lässt in den Strophen ein hohes Maß an Aggressivität durchklingen, Headbangpotential ist ebenfalls vorhanden. Der schwerfällige Refrain bietet hier ein kurzes Durchschnaufen. Ars amatoria schlägt anschließend eine beswingte Richtung ein (Brassband inklusive) und fällt allein dadurch schon etwas aus dem Rahmen. Yoshiatsu zeigt, dass er ein Stück auch komplett ohne Growls bestreiten kann. Spannend ist das Gitarren-/Basssolo in der zweiten Hälfte des Stücks, das die Swingecke kurzzeitig verlässt. Anstatt zu headbangen ist hier eher Swing oder Boogie Woogie angesagt.

YT_Dadaroma_arsamatoria

Jimen beginnt unheimlich – leise Klaviertöne, die von schweren Gitarrenklängen überlagert werden. Dann darf Yoshiatsu zunächst wieder aus vollem Hals die Sau rauslassen, immerhin ist Metalcore nicht umsonst das Haus- und Hofgenre der vier Jungs. Der Refrain dagegen ist sehr melodiös und beinahe sanft. Kontrast ist vielleicht das Wort, das dieses Lied am besten beschreibt. Das Gitarrensolo wartet schließlich mit orientalisch angehauchten Klängen auf.

YT_Dadaroma_Jimen

Das vorletzte Lied KURT (was auch immer der Titel bedeutet) ist ein durchweg positives Lied, eine Art Rockballade mit melodischen Strophen und einem unkomplizierten, schönen Refrain. Die Gitarrenmelodie gefällt mir richtig gut, denn sie ergänzt den Gesang, der sich wieder komplett clean präsentiert, einfach tadellos.

Und Achtung, jetzt kommt’s: Lucid Dream.

Zu Beginn ein Glockenspiel und Streicher, gezupft, im Walzertakt. Spannung baut sich auf. Das Schlagzeug sowie die Gitarre und unüberhörbar der Bass, der bei dem Stück besonders auffällt, stimmen mit ein. Immer noch Walzertakt, aber von leichtem Wiener Walzer fehlt jede Spur. Setzt dann der Gesang ein, wird’s zunächst wieder ruhiger, zum Refrain hin ist die Ruhe aber erneut verflogen. Der besondere Flow des Dreivierteltakts und Yoshiatsus Growls und Screams passen einfach gut zusammen. Der Verweiflung ausstrahlende erste Teils des Refrains wird abgelöst durch einen zweiten Teil, der die Anspannung in Hoffnung auflöst. Ein (Alb-)Traum und das Bewusstsein, dass es tatsächlich nur ein Traum ist und das Aufwachen den Traum beendet. Lucid Dream ist für mich DAS Lied von DADAROMA.

YT_Dadaroma_LucidDream

So, weil ich nach diesem letzten Lied nicht mehr viel hinzufügen möchte, mache ich an dieser Stelle Schluss.

Bis zum nächsten Mal, viele Grüße an euch alle

Michaela

DADAROMA - dadaism#2
DADAROMA – dadaism#2
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