Buchvorstellung: Im Netz des Verrats (Die Sieben Monde 3)

Im Netz des Verrats lautet der Titel des dritten und gleichzeitig letzten Bandes der Sieben Monde-Reihe von B.C. Dornbusch, die auf Deutsch im Verlag Bastei Lübbe erschienen ist. Er schließt sich genau da an, wo der Vorgängerband aufhört und bringt die Reihe zu einem würdigen Abschluss. Spoiler können im Folgenden nicht ausgeschlossen werden!

Bevor ich ein paar Worte zur Handlung verliere, kann und möchte ich zunächst ein paar Worte zu den deutschen Titeln loswerden. Sie klingen ja schon allesamt recht ansprechend: „Der Ruf der Rache“, „Das Schwert des Lebens“, „Im Netz des Verrats“. Zusammen mit den Covern merkt man auch, dass sie zusammengehören, allerdings ist auf den Umschlägen der Bücher nicht sofort zu erkennen, in welcher Reihenfolge sie zu lesen sind. Die Titel geben außerdem einen guten Einblick in den Inhalt, verraten dabei aber nicht zu viel.

Der Ruf der Rache: Rache ist immer ein gutes Thema. Warum will sich da einer rächen? Warum muss sich da einer rächen bzw. wird zur Rache gerufen? Geht er dem Ruf nach oder kann er sich dem Ruf widersetzen? Die kleine Alliteration macht das Ganze gleich noch eine Spur eindringlicher.

Das Schwert des Lebens: Hier wird’s also gegenständlicher. Wer den ersten Band schon gelesen hat, weiß, um welches Schwert es sich handelt. Das magische Schwert, das zum einen natürlich Leben nehmen kann – wie es Waffen so an sich haben -, zum anderen aber auch Leben geben kann. Welche Eigenschaft ist die wichtigere bzw. nützlichere bzw. die, auf die unser Protagonist häufiger zurückgreift?

Im Netz des Verrats: Nachdem Draken nach den ersten beiden Büchern schon einiges erlebt hat, wünscht man ihm wirklich alles andere als einen Verräter in den eigenen Reihen. Der Titel des dritten Bandes ist meiner Meinung nach derjenige, der die größte Spannung im Vorfeld hervorruft. Aus einem Netz zu entkommen ist zudem alles andere als einfach.

Trilogie der Sieben Monde
Trilogie der Sieben Monde

Was die Cover angeht, so finde ich das des ersten Bandes nicht so schön. Die Krone, die darauf abgebildet ist, gefällt mir nicht – sie ist für meinen Geschmack zu kantig. Das Schwert sowie den Pfeil und den Bogen finde ich aber gut gelungen. Auch die Cover spiegeln jeweils einen Teil des Inhalts der Bücher wider.

So, nun aber zum dritten Band. Draken ist, nach Elenas Verschwinden, neben seiner Rolle als Fürst von Brîn quasi auch der Herrscher des Nachbar- bzw. Mutterstaates Akrasia. Was fehlt noch? Ach ja, die Weltherrschaft vielleicht. Die will er zwar eigentlich auch nicht, aber …

Okay, Spaß beiseite. Um die Weltherrschaft geht im letzten Band der Trilogie zwar nicht, wohl aber um die Verteidigung seiner Position als Fürst von Brîn und Stellvertreter der Königin von Akrasia. Auf seiner Reise von Akrasia nach Monoea und wieder zurück nach Akrasia verfolgt Draken in den ersten beiden Bänden der Krieg auf Schritt und Tritt. Es überrascht wenig, dass das im dritten Buch nun genau so ist. Die Härte allerdings, in der Draken und auch der Leser den Krieg erlebt, erreicht ein neues Level, wobei das schon in den ersten beiden Bänden sehr hoch angesetzt war. Gleich zu Beginn des dritten Teils wird es sehr heftig und sehr traurig (!), allzu zart besaitet sollte man also für dieses Buch nicht sein. Wobei ich ja glaube, dass die zu zart Besaiteten schon mit dem ersten Band der Trilogie der Sieben Monde ausgestiegen sind.

Doch nicht nur der Krieg verfolgt unseren Titelhelden. Auch ein alter Bekannter heftet sich an seine Fersen. Zu allem Überfluss ist Elena verschwunden und er darf sich allein bzw. mit der Unterstützung seiner engsten Vertrauten um die kleine Prinzessin, seine Tochter, kümmern. Das Chaos scheint wirklich perfekt und ein Entrinnen ist nicht vorstellbar. Daumen hoch für Frau Dornbusch, wie sie es schafft, dass ich aus Frust über die Ungerechtigkeiten, die Im Netz des Verrats allgegenwärtig sind, das Buch mehr als einmal am liebsten gegen die Wand geworfen hätte. Der ständigen Spannung und neuen Wendungen war es aber zu verdanken, dass ich das nicht gemacht, sondern schön brav weitergelesen habe. Im letzten Viertel habe ich allerdings den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf gebracht, dass mit jeder Seite, die ich lese, die verbleibende Geschichte kürzer und kürzer wird. Den Moment, am Ende angelangt zu sein, wollte ich eigentlich so lange wie möglich hinauszögern; das hat aber nicht wirklich geklappt ;)

Was mir schon ein wenig im zweiten, vor allem aber auch jetzt im dritten Teil aufgefallen ist, ist ein vermehrtes Auftauchen von Tippfehlern. Das ist etwas schade, bringt mich aber normalerweise nicht dazu, das betreffende Buch zur Seite zu legen. Ich kenne aber einige Leute, die so etwas massiv stört.

Im diesem dritten Band der Trilogie kommen noch all diejenigen Orte vor, die auf der Karte in der Buchdeckelinnenseite einzeichnet sind, in den ersten beiden Bänden aber ausgespart wurden. Das ist ganz schön, da der Kontinent Akrasia nun also einmal komplett bereist wurde. Im Nachwort bedankt sich die Autorin bei dem Zeichner der Karten (Plural) – Ich bin mir nicht sicher, ob im englischen Original auch eine Karte von Monoea abgedruckt ist; die Danksagung lässt es vermuten. In der deutschen Version ist auf jeden Fall keine Karte von Drakens Heimat vorhanden.

Diese Kleinigkeiten am Rande schmälern das Lesevergnügen aber kaum. Die Auflösung der Geschichte erfolgt recht flott und erfordert noch einmal die volle Aufmerksamkeit des Lesers, da die Handlung schon leicht zu Verwirrung führen kann. Da die komplette Trilogie nur aus Sicht Drakens erzählt wird, kam das Finale für mich etwas überraschend daher. Da aber ein Ereignis aus dem Beginn des zweiten Bandes das Ausschlaggebende für den Ausgang der Handlung ist, ist das Geschehen, das zunächst vielleicht nach Deus ex machina ausschaut, definitiv kein solches. Freilich beruht ein gewisser und gewichtiger Teil aber auf der puren Stärke von Draken und, wie der Titelheld selbst feststellt, auch auf einer Portion Glück.

Damit ist die Vorstellung die Trilogie der Sieben Monde abgeschlossen! Ich hoffe, ich habe euch etwas neugierig auf die Reihe gemacht. Falls ihr eines oder mehrere Bücher gelesen habt, dürft ihr mir natürlich auch gern schreiben, wie ihr es/sie fandet.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

Michaela

Trilogie der Sieben Monde
Trilogie der Sieben Monde

 

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8 Kommentare zu „Buchvorstellung: Im Netz des Verrats (Die Sieben Monde 3)

      1. ehm…..ich auch nicht wirklich. Ich habe nur die ersten drei oder vier Folgen der ersten Staffel konsumiert. Danach wurde es mir von den Personen her zu unübersichtlich, lol. Das Problem hatte ich schon immer. Auch beim Lesen. Wenn mehr als vier bis fünf wichtige Charaktere unterwegs sind, verliere ich irgendwann den Überblick. Und so sehr ich Intrigen mag (also zumindest anseh- und lesbare), wenn es zu verwinkelt wird, verliere ich auch da den Überblick. Da lob‘ ich mir meinen Outlander. Mit dem hatte ich sowohl beim Lesen als auch Ansehen NUR Freude! ;)

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      2. Ah, Outlander muss ich auch endlich weitergucken! Hab die erste Staffel im Fernsehen gesehen und schon von der zweiten ein paar Folgen verpasst … Das war irgendwie doof – Verpasste Folgen mag ich gar nicht. Ich glaube, ich fange einfach nochmal komplett von vorne an, auf Netflix oder so. Ist bestimmt nicht verkehrt. Oder was meinst du? ;)

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