Nach Barcelona zu kommen ist nicht so einfach

Hallo ihr da draußen!

Wie vielleicht schon zu erwarten war, habe ich auch noch ein paar Bilder von meiner Reise nach Barcelona für euch. Zur Konferenz, die dort stattgefunden hat, bin ich nicht alleine geflogen, sondern zusammen mit drei Kollegen. Und das war auch gut so, denn im Unterschied zu London war hier nicht der Rückflug das Highlight (verirrter Koffer – also eigentlich eher ein Anti-Highlight), sondern der Hinflug.

Wir sind am Sonntagmittag von Nürnberg aus gestartet und in Frankfurt umgestiegen. So weit war ja noch alles gut. Doch dann wurde die zweite Etappe, Frankfurt-Barcelona, kurzerhand zu Frankfurt-Palma de Mallorca! Anscheinend hat es in der Gegend von Barcelona zu stark gewindet, sodass das Flugzeug nicht landen konnte, und nach zwei Warteschleifen ist es dann, um auf jeden Fall keine Spritprobleme zu bekommen, nach Palma geflogen und dort gelandet. Super Sache!

Das war natürlich ironisch gemeint. An der Informationsvermittlung, wie die ganze Geschichte nun weitergeht (wo nächtigen?, wie von einer Insel wieder aufs Festland kommen? usw.), hat es nämlich zunächst mächtig gehapert. Nach zwei Stunden Warten im Flugzeug (das inzwischen wieder betankt wurde) war die Arbeitszeit der Crew überschritten und es konnte frühestens am nächsten Vormittag weitergehen. Nach viel Rennen und Schlangestehen im nächtlichen mallorquinischen Flughafen sind wir dann um Mitternacht in ein Hotel gebracht worden – keine einfache Angelegenheit, denn die Urlaubszeit ist ja noch nicht vorüber. Zuvor mussten wir natürlich noch im Hotel in Barcelona Bescheid geben, dass das für diese Nacht nichts mehr wird.

Letztendlich sind wir in Barcelona dann fast 24 Stunden später als ursprünglich geplant am Montagnachmittag angekommen und die Stadtbesichtigung, die für den Tag angedacht war, war hinfällig. Von der Stadt habe ich somit leider nicht viel gesehen. Und selbst von Palma habe ich außer dem Weg vom Flughafen zum Hotel, der im Bus zurückgelegt wurde, kaum etwas zu sehen bekommen.

Das einzige, das ich euch von Barcelona zeigen kann, ist der Weg vom Hotel zur Uni (da war auch das Fußballstadion in der Ferne irgendwo zu sehen) und die Sagrada Familia. Doch allein dafür, also für die Kirche, hat sich der Anflugmarathon fast schon gelohnt. Von außen beeinträchtigen natürlich die vielen Kräne und Bauzäune das Bild auf die Basilika, doch von innen ist sie richtig schön. Man kommt sich fast wie in einem Märchenwald vor – das Licht, das durch die bunten Glasfenster einfällt, und die hohen Säulen, die an Bäume erinnern, sind wirklich eindrucksvoll. Hier wäre ein guter Fotoapparat wirklich notwendig gewesen, um das Licht in seiner vollen Pracht einzufangen. Kurze Zeit, nachdem wir unsere Audioguides abgegeben haben und mit der U-Bahn zur Unterkunft zurückgekehrt sind, wurde der Platz vor der Kirche und die Kirche selbst wegen eines verdächtigen Fahrzeuges geräumt. Das war zum Glück Fehlalarm, aber trotzdem irgendwie gruselig …

Das mit dem Fliegen lassen ich wohl vorerst lieber bleiben^^ Wobei sich das in Zukunft wohl eh in Grenzen halten wird, wenn ich ab Oktober nicht mehr an der Uni arbeite.

Euch noch eine schöne restliche Woche, wir lesen uns beim nächsten Mal

Michaela

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5 Kommentare zu „Nach Barcelona zu kommen ist nicht so einfach

  1. Ich war auch schon mal in Barcelona und muss dir recht geben – die Sagrada Familia ist echt eine Schau :-)! Und um dich ein bisschen über dein Abenteuer hinwegzutrösten erzähle ich dir mal kurz, wie unsere Anreise damals aussah.
    Ich war mit meinem Mann für 2 Wochen mit Auto und Zelt unterwegs und unser letzter Stop sollte dann Barcelona sein. Dort sollte es laut Internet einen tollen Campingplatz direkt am Strand geben. Doch bereits als wir uns auf der Autobahn Barcelona näherten dämmerte uns, dass es aufgrund der vielen Baustellen vielleicht etwas komplizierter werden würde als gedacht. Dann kam auch schon unsere Ausfahrt und was stand dort nettes – ein Fahrverbotsschild aufgrund einer Baustelle inklusive Umleitungsschild, das einen auf direktem Weg wieder auf die Autobahn, allerdings stadtauswärts!, führte. Wir fuhren also bei nächster Gelegenheit wieder ab, um wieder in die richtige Richtung fahren zu können, nur um feststellen zu müssen, dass es dort keine entsprechende Auffahrt gab (Baustelle). Nachdem ich mit meinem gebrochenen Spanisch an einer Tankstelle und einem Restaurant nach dem Weg gefragt hatte kamen wir dann tatsächlich nochmal auf die Autobahn in Richtung Innenstadt – wohlwissend ignorierten wir die erste Ausfahrt und folgten den Schildern in Richtung Strand, nur um abermals in einer Sackgasse (Baustelle) mit dazugehörigem Umleitungschild zu landen – uns schwante Übles – und tatsächlich fanden wir uns nach einiger Zeit wieder auf der Autobahn stadtauswärts. Inzwischen waren knapp 2 Stunden vergangen und wir hatten noch nicht einmal geschafft den Speckgürtel der Stadt hinter uns zu lassen, geschweige denn in die Nähe der Innenstadt zu kommen. „Leicht“ verärgert beschlossen wir dem vermeintlich wunderschönen Campingplatz den Rücken zu kehren, von der Autobahn abzufahren und an der Küstenstraße nach dem nächstgelegenen Campingplatz ausschau zu halten. Der kam dann immerhin schon nach einer weiteren Stunde und ehe wir uns versahen waren wir in Sitges. Allerdings muss ich um fair zu bleiben sagen, dass wir es nicht besser hätten erwischen können. Sitges ist nämlich ein wudervolles Küstestädtchen, unser Campingplatz bot alle Annehmlichkeiten, die man sich nur wünschen konnte, das Personal und überhaupt alle waren unglaublich freundlich und direkt vor dem Campingplatz ging dreimal am Tag ein Bus nach Barcelona und wieder retour – somit hatten wir dann doch noch einen würdigen Abschluss für eine tolle Backpacker-Reise quer durch Italien und Frankreich ;-).

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    1. Diese Anreise klingt ja auch nach einem Erlebnis, das man nicht zweimal mitzumachen braucht! :) Aber schön, wenn sich doch alles zum Guten gewendet hat. Vermutlich wäre der Campingplatz bei Barcelona nicht so idyllisch gewesen^^ Ihr seid dann mit dem Bus in die Stadt gefahren?
      Ich war wirklich froh, den Flugzirkus nicht alleine mitzumachen. Aber wenn ich mir gerade vorstelle, dass mein Mann dabei gewesen wäre … Au weh, dann wäre das letzte Bisschen Gelassenheit auf jeden Fall flöten gegangen ;)

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      1. Oh ja, die Anreise war wirklich ein Vergnügen das man sich nur einmal gönnt😂! Ja genau, es gab dann einen Bus der von Sitges nach Barcelona fuhr und zwar direkt in die Innenstadt…war zwar manchmal etwas vollgestopft aber da es eine reguläre Busverbindung war, war der Preis für das Ticket echt okay☺️!
        Haha, bei uns ist mein Mann eher der ruhigere Part aber allgemein kann man sagen, dass wir nach einer kurzen Phase des Ärgerns meist über solche Dinge lachen können 😉…das Leben ist einfach zu kurz um sich über sowas lang aufzuregen

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