Hallihallo liebe Leute!

Ein merkwürdiger Beitragsname heute, das ist aber in etwa die Übersetzung des Albumtitels 蛇であれ 尾を喰らえ [hebi de are o wo kurae] von LIPHLICH. Er bezieht sich hierbei auf den Ouroboros (bzw. Uroboros), das Symbol einer Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt und so einen geschlossenen Kreis bildet (siehe Wikipedia für mehr Informationen zum Ouroboros).

LIPHLICH habe ich erst vor kurzem für mich entdeckt und nun möchte ich euch diese Band, die in ihrer Musik viele Stile auf einzigartige Weise vermischt, nicht vorenthalten. Grundsätzlich bewegen sich die Jungs von LIPHLICH im weiten Feld der Rockmusik, mischen jedoch munter Elemente von Jazz, Swing, Disco oder Rock’n’Roll, stets angehaucht mit ein bisschen Theater und Show, hinzu. Heraus kommt schräge, etwas abgedrehte, leicht düstere aber doch eingängige und unterhaltsame Musik.

Sänger Shingo Kuga und Bassist Wataru Shindo machen bereits seit 2007 zusammen Musik, als LIPHLICH haben sie ihren Aufschwung aber erst 2010 erhalten, mit Hinzukommen von Gitarrist Akito Kikuchi und Schlagzeuger Eiki Maruyama. Die beiden Letzteren sind mittlerweile nicht mehr Teil der Band; an ihre Stellen sind Takayuki Arai (seit 2012 an der Gitarre) bzw. Takaaki Kobayashi (seit 2016 am Schlagzeug) getreten.

Das Album 蛇であれ 尾を喰らえ [hebi de are o wo kurae] erschien Anfang 2016 als bereits sechstes Studioalbum, man kann die Gruppe also als durchaus produktiv bezeichnen. Es enthält in der C-Type Version (zwölf reguläre Songs und drei Bonuslieder) insgesamt 15 Tracks. Die folgenden Lieder geben einen guten Einblick in das Album:

Track 02 – Ouroboros
„We are snake!“ Ouroboros kommt herrlich exotisch daher, mit Akkordeon, Klavier und durchaus präsenten Gitarrenklängen. Das instrumentale Zwischenspiel geht echt gut ins Ohr und auch das Gitarrensolo bringt orientalisch angehauchte Abwechslung.

Track 07 – 不条理、痛快、蛇の歌意 [fujouri, tsuukai, hebi no kai] – „Absurdität, Vergnügen, Gesang der Schlange“
Dieses Lied hat, was den Refrain betrifft, vielleicht ein wenig Ähnlichkeit mit Ouroboros, die Strophen bieten zum Glück aber deutliche Abwechslung: sanfte Klavierklänge; Gitarrenriffs, die ins Ohr gehen; viele Basslines!

Track 09 – シャルルの憂鬱 [Charles no yuutsu] – „Charles‘ Melancholie“
Dieses Lied hat einfach Flow! Es treibt dahin mit seinem wahnsinnig schönen Refrain und kommt ausnahmsweise ganz ohne Broadway- und Discoelemente aus. Ich könnte es mir auch komplett als Akustikversion vorstellen.

Track 13 – SKAM LIFE
Dieser erste Bonustrack macht gute Laune. Das Drama kommt bei diesem Lied ebenso wie LIPHLICHs Spielfreude nicht zu kurz. Sehr beswingt!

Track 15 – 7 Die Deo
Ein Lied übers Würfeln? 🙂 Besonders in den Strophen und im Zwischenteil gefällt’s mir sehr gut. Und ich hab ja oben geschrieben: schräg und abgedreht …

So weit also zum Schlangen-Album von LIPHLICH. Die vorgestellten Songs sind diejenigen, die auf Youtube vorhanden sind. Wenn’s nach mir ginge, könnte ich noch viele weitere aufzählen, z. B. 露天商通りの道理 [rotenshoudoori no douri] im Bigband-Sound, das orchestrale 一輪 [ichirin] oder das ruhige 旅 [tabi], das entfernt an traditionelle, japanische Klänge erinnert. So fiel mir die Auswahl wenigstens nicht so schwer^^

Was sagt ihr zur Band? Top oder Flop oder irgendwas dazwischen?

LIPHLICH - hebi de are o wo kurae
LIPHLICH – hebi de are o wo kurae

Liebe Grüße

Michaela

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2 Gedanken zu “Sei eine Schlange, friss den Schwanz – „hebi de are o wo kurae“ von LIPHLICH

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