Hallo zusammen,

Professor Layton kennt ihr vielleicht von einigen Nintendo (3)DS-Spielen, in denen man mit dem namensgebenden Professor Layton Abenteuer bestehen muss und dabei viele kleine und große Rätsel löst. Zu dieser Spielereihe erschien 2009 auch ein Film, „Professor Layton und die ewige Diva“, der es zwar nur in wenige deutsche Kinos schaffte, 2010 aber für alle Layton-Fans von KAZÉ auf DVD (Single-DVDDeluxe Edition mit Bonus-DVD) und Blu-ray veröffentlicht wurde.

Professor Layton und die ewige Diva zeigt uns den ersten Fall, den der englische Gentleman-Professor und sein junger Lehrling Luke Triton zu lösen haben. Und bei diesem Fall geht es um nichts anderes als das ewige Leben.

Professor Layton und Luke erhalten einen Brief der Opersängerin Janice Quatlane, einer ehemaligen Studentin des Professors, die sie um Hilfe in einer mysteriösen Angelegenheit bittet. Ihre beste Freundin Melina, die Tochter des Opernkomponisten Oswald Whistler, ist vor einem Jahr krankheitsbedingt gestorben, nun aber plötzlich in Gestalt eines jungen Mädchens wiederauferstanden. Zudem behauptet die wiederauferstandene Melina, das ewige Leben erlangt zu haben. Professor Layton und Luke machen sich mit den im Brief mitgeschickten Karten auf in die Oper, um der Aufführung eines neuen Stückes von Oswald Whistler mit Janice in der Hauptrolle beizuwohnen und natürlich, um der Sache mit dem ewigen Leben auf den Grund zu gehen. So beginnt das erste Abenteuer von Professor Layton und Luke, denn statt in einer Opernaufführung finden sie sich unverhofft in einer Art Spiel wieder, bei dem sie und die anderen Zuschauer die Spielfiguren sind, gelenkt von einem unbekannten Spielleiter, der dem Sieger des Spiels das ewige Leben anbietet.

Wie auch in den Nintendospielen müssen Professor Layton und Luke im Film unzählige Rätsel lösen. Einige davon sind sogar so geschickt in die Handlung integriert, dass auch der Zuschauer fieberhaft miträtselt. Das gefällt mir! Überhaupt erinnert natürlich das „Spiel“, in das der Professor und Luke verwickelt werden, stark an die Nintendospiele – ein schöner Anknüpfungspunkt an den Ursprung der Figuren. Gegen Mitte des Films nimmt dann aber die Geschichte an sich den vollen Raum ein und spätestens ab da ist der Gedanke, dass es sich bei dem Film lediglich um ein animiertes Spiel handelt, aus meinem Kopf verschwunden. Die Action gewinnt die Oberhand und besonders gegen Ende versprüht der Film ein Feuerwerk an Special Effects.

Ein wenig geht dies zu Lasten der Verständlichkeit, denn manche Handlungen des Professors wirken ab da, wegen fehlender Erklärungen, etwas willkürlich, auch wenn sie dies nicht unbedingt sind. Doch wenn Professor Layton dann in allerhöchster MacGuyver-Manier aus einer Kettensäge, einem Weinfass und einigen Gartengeräten einen Hubschrauber baut, ist das schnell vergessen. So hat der Film auch durchaus seine witzigen Momente, besonders dann, wenn Inspektor Grosky mit Elvis-Tolle vom Scotland Yard seine Auftritte hat.

Was die Spannung angeht, so ist die vor allem für die jüngeren Zuschauer richtig packend, doch einige unerwartete Wendungen gegen Ende und die Rätsel zu Beginn machen den Film auch für das ältere Publikum durchaus interessant. Nur über den wirren Anfang, die ersten zwei bis drei Minuten, sollte man nicht allzu viel nachdenken. Er knüpft an eines der Nintendospiele an, hat aber für den weiteren Verlauf keine größere Bedeutung.

Das Artwork des Films entspricht dem der Spiele – die schlicht gehaltenen Figuren mit ihren überproportional großen Köpfen und teilweise extrem großen Augen sind natürlich hauptsächlich auf Kinder ausgerichtet. Die Animationen sind aber durchweg solide, teilweise mit CGI realisiert, und die Synchronisierung sowie die Auswahl der Synchronsprecher gefällt mir gut. Der 99-minütige Film kann unter anderem auch in Originalsprache (Japanisch) mit deutschen Untertiteln geschaut werden. Die Bonus-DVD der Deluxe-Edition bietet außerdem eine knappe halbe Stunde Making-ofs, Blicke hinter die Kulissen und – für mich sehr interessant – eine Erklärung zum letzten Rätsel des Films, einem Musikrätsel. Das Lied des Abspanns (永遠の歌姫 – eien no utahime, „ewige Diva“) wird von Nana Mizuki gesungen und passt ganz wunderbar.

Mein Fazit: Der Film ist bunt und überdreht, wie wir es von Professor Layton kennen. Die Story hat an einigen Stellen zwar Lücken, doch die liebenswerten Charaktere und der emotionale Schluss hinterlassen insgesamt einen positiven Eindruck. Ein Film (nicht nur) für Fans von Tim und Struppi, Sherlock Holmes, Detektiv Conan und anderen fantastischen Detektivgeschichten.

Ein herzliches Dankeschön an KAZÉ und AV Visionen für die kostenlose Überlassung des Rezensionsexemplars!

Viele Grüße

Michaela

Copyright des Beitragsbilds bei Kazé

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12 Gedanken zu “Filmvorstellung: Professor Layton und die ewige Diva

  1. 4,5 Sterne und 50 Rezis, das ist ein gutes Omen für einen Film, der eher ein Nischendasein führt. Ich mag Geheimnisse, Rätsel, fantastische Kriminalfälle. Scheint alles drin zu sein, um mich zu begeistern. Das wird ne längere Bestellung bei Amazon vom nächsten Geld .. Will ja auch Japan-Bands und brauch wieder mein After-Shave von Paco: „Black XS“ und und und .. ^^

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