Wieder möchte ich euch ein Buch, nämlich die zweibändige Mangareihe Grab der Schmetterlinge von Aya Tanaka, vorstellen.

Die beiden Bände sind im April bzw. Juli 2016 im Tokyopop-Verlag in der Rubrik  Mystery erschienen.

Zunächst der Klappentext:

Seine Reinheit wurde besudelt und ein Monster wurde geboren!

Keiner kann es sich erklären: Der Grundschüler Manato verschwindet plötzlich bei einer Unterrichtseinheit im Freien, woraufhin seine Familie wegzieht. Sechs Jahre später kehrt seine kleine Schwester Mari zurück und trifft auf Atsuma, der sich über das unerwartete Wiedersehen freut. Doch es bahnt sich ein Albtraum an, denn einer nach dem anderen werden die Schüler, die damals bei dem Verschwinden von Manato dabei waren, auf brutale Weise angegriffen…

Wie hat mir der Manga gefallen?

Um diese Frage zu beantworten, fange ich vielleicht bei den Äußerlichkeiten an. Das Cover des ersten Bandes, hauptsächlich in schwarz und rot gehalten, lässt auf einen eher düsteren Manga schließen, was auch wirklich zutrifft. Schon beim Durchblättern im Laden – was ich bei Mangas normalerweise immer mache, um zu beurteilen, ob mir der Zeichenstil zusagt – konnte ich einige… aufschlussreiche Szenen erhaschen: Blut, filigran gezeichnete Schmetterlinge, noch mehr Blut, Maden, die aus Augenhöhlen kriechen, noch mehr Schmetterlinge und kreativ massakrierte Personen. Und das, obwohl der Manga sonst eher im Shojo-Stil gezeichnet ist. Diese Diskrepanz hat mich ein wenig an Elfenlied erinnert. Von der Optik gibt’s von meiner Seite aus jedenfalls nichts zu bemängeln.

Grab der Schmetterlinge
Grab der Schmetterlinge

Die Hauptperson des Mangas ist der Schüler Atsuma, aus dessen Sicht der Großteil der Geschichte erzählt wird. Nachdem er Mari, die jüngere Schwester des vor Jahren verschwundenen Manato, wieder in seinem Heimatort antrifft, bekommen er und seine Schulfreunde von damals mysteriöse Briefe, welche angeblich vom verschwundenen Manato sind. Atsuma ist nicht ganz dumm und vermutet einen Zusammenhang zwischen den Briefen und dem Wiederauftauchen von Mari. Es ist jedoch nicht so, dass er Mari verdächtigt. Mari freut sich über das Wiedersehen mit Atsuma und gemeinsam schwelgen die beiden ein wenig in Erinnerungen, in denen Atsuma von Maris Bruder Manato oft zum Insektensammeln mitgenommen wurde. Da Atsuma aber beim Verschwinden von Manato nicht dabei war (er ist ein paar Jahre jünger als seine Freunde und folglich nicht in derselben Klasse gewesen) hat er keine Ahnung, was im Wald während der Schulexkursion, bei der Manato verschwunden ist, wirklich passiert ist. Es wird ihm jedoch schnell klar, dass seine Freunde wohl nicht ganz unschuldig bei dieser Sache sind. Vor allem im zweiten Band der Reihe finden sich viele Rückblenden, in denen das tatsächliche Geschehen im Wald aufgedeckt wird.

Der Manga kommt ohne großartige Actionszenen aus. Er lebt vor allem von der Stimmung, die durch die Bilder und die Geschichte vermittelt wird und ist von daher „typisch japanisch“. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass vor allem zum Schluss hin die Geschichte sehr schnell zu Ende erzählt wurde. Das finde ich ein wenig schade. Man hätte sie gut auf ein oder zwei Bände mehr ausdehnen können.

Wegen der schönen Zeichnungen, der gut rübergebrachten Stimmung und des traurig-zuversichtlichen Abschlusses kann ich ihn aber durchaus empfehlen.

Bis demnächst!

Michaela

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9 Gedanken zu “Buchvorstellung: Grab der Schmetterlinge

  1. Das klingt nach einer sehr interessanten Geschichte muss jedoch zugeben, dass ich es nie geschafft habe mit Mangas warm zu werden. Dafür mag ich Anime Serien sehr gerne und kann nun nur hoffen, dass es zu diesem Manga dann ebenfalls mal einen Anime geben wird.

    Gefällt 1 Person

    1. Die Geschichte ist wirklich interessant^^ Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie als Roman ganz gut kommen könnte (vorausgesetzt, sie ist „schön“ geschrieben).
      Bei mir ist es so, dass ich Mangas zwar echt gern lese, aber mir z. B. westliche Comics meist nicht so gut gefallen. Der Stil ist irgendwie ein anderer… Da gucke ich dann lieber die Filme, auch wenn die manchmal ebenfalls nicht so gut sind 😉 Wünsche dir einen schönen Sonntag!

      Gefällt 1 Person

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