Hallo, zum ersten Mal möchte ich euch an dieser Stelle ein Buch vorstellen. Genauer gesagt eine kurze Mangareihe mit dem Titel „Diener des Mondes“ von Yui Kikuta.

Diener des Mondes ist im Tokyopop-Verlag in zwei Bänden erschienen. Es ist eine spannende Fantasygeschichte, die zwar im Shojo-Programm von Tokyopop läuft, also als „typischer Manga für Mädchen“, meiner Meinung nach kann sich aber jeder, der Fantasygeschichten mag, einmal an den Büchern versuchen.

Kurz zur Story: Worum geht’s? Hier möchte ich zunächst den Klappentext zitieren:

„Das hier ist keine normale Firma…“

T.M. Job vermittelt Personal der besonderen Art: Personen und Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, Informationsterroristen und ritterliche Kämpfer. Um dort eine Anstellung zu bekommen, muss der junge Sozon als Aufnahmeprüfung einen weiteren Neuling rekrutieren. Doch der ist ein Werwolf, an dem bereits einige Vorgänger gescheitert sind. Wird Sozon es schaffen, ihn zu überzeugen, oder findet seine Karriere bei T.M. Job ein jähes Ende, noch bevor sie so richtig begonnen hat?

All dies, also die Rekrutierung des Werwolfs, passiert auch schon gleich im ersten Kapitel. Und da der Manga danach noch nicht aus ist, sondern aus insgesamt 14 Kapitel besteht, kann man sich leicht denken, wie es ausgeht… Das darf ich, glaube ich, schreiben, ohne groß zu spoilern. Wer trotzdem nicht mehr über den Ausgang von Sozons Aufnahmeprüfung erfahren möchte, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen!

Sozon und Virage, so heißt der Werwolf, landen bei T.M. Job. Danach geht es überraschend ernst und tragisch weiter: Sozon darf nun, als Angestellter von T.M. Job, Aufträge ausführen, darunter beispielsweise einen Kriminalfall, nämlich eine Mordserie an jungen Frauen in der Stadt, aufklären. Die Firma T.M. Job tritt aber mir zunehmendem Handlungsverlauf in den Hintergrund und es wird stärker auf die Beziehungen zwischen den Charakteren und vor allem deren Vergangenheit eingegangen.

Was mir besonders an dem Manga gefallen hat, waren zum einen die Charaktere, zum anderen auch der Zeichenstil, wobei gerade der natürlich Geschmackssache ist. Eine der genialsten Zeichnungen, die mir sogar einen leichten Schauer über den Rücken gejagt hat, findet sich gleich im zweiten Kapitel auf einer Doppelseite. Der Zeichenstil an sich besticht durch eine relativ klare Linienführung, trotzdem ist er detailreich, aber nicht überladen. Es fehlen glücklicherweise die übergroßen Kulleraugen, wie sie im Shojo oft üblich sind.

Nun noch kurz zu den Charakteren:

Sozon ist ruhig, aber nicht schüchtern. Er besitzt magische Fähigkeiten, aber darüber will ich hier nicht zu viel verraten, denn man erfährt erst im Laufe der Geschichte mehr darüber. Sozon legt viel Wert auf ein ansprechendes Äußeres, wobei seine Kleidung an die eines kleinen Lords erinnert. Auch seine Vergangenheit wird erst nach und nach aufgedeckt, wobei er aufgrund seiner Fähigkeiten keine allzu glückliche Kindheit hatte.

Virage, kurz Vi genannt, ist ein Werwolf, der sich, bis er Sozon kennen gelernt hat, zu keiner Seite, weder der der Wölfe noch der der Menschen, zugehörig gefühlt hat. Das ändert sich natürlich nach dem Treffen mit Sozon. Vi ist häufig für einige Lacher in „Diener des Mondes“ verantwortlich, weil er sich manchmal wie ein zu groß geratenes Kleinkind verhält. Sozon gegenüber ist er sehr loyal, wobei dies aufgrund der Fähigkeiten von Sozon und Vi durchaus riskant ist.

Daneben gibt es noch einige andere Charaktere, deren Eigenheiten trotz der Kürze der Geschichte gut herausgearbeitet werden. Da sind Guy, der sogenannte Informationsterrorist, ein schnuckeliger Nerd^^; Sato, die Einsatzleiterin bei T.M. Job und eine über alle Maßen profitorientiert denkende Frau; Luis, ein Scharfschütze, der gerne Süßigkeiten an Kinder verteilt (was ihm einen etwas merkwürdigen Anstrich verleiht) und noch viele weitere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt.

„Diener des Mondes“ ist kurzweilige Unterhaltung. In den zwei Bänden passiert relativ viel, vor allem gegen Ende, wobei die Autorin die Geschichte durchaus etwas hätte strecken können, ohne dass das Gefühl von Seitenfüllern aufgekommen wäre. Das ist auch der größte Kritikpunkt, den ich zu „Diener des Mondes“ nennen kann: Manchmal schreitet die Geschichte fast zu schnell voran. Ansonsten finde ich die Mangareihe durchaus gelungen, mit vielen originellen Ideen, die zeichnerisch schön umgesetzt wurden. Dem ersten Band liegt in der ersten Auflage übrigens noch eine nette ShoCo Card zum Sammeln bei 😉

ShoCo Card zu Diener des Mondes
ShoCo Card zu „Diener des Mondes“

Soweit meine kurze Vorstellung von „Diener des Mondes“. Falls ihr den Manga gelesen habt, würde es mich freuen zu erfahren, wie ihr ihn fandet 🙂

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3 Gedanken zu “Buchvorstellung: Diener des Mondes

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