Hallöchen, heute möchte ich ein bisschen darüber schreiben, was ich beim und nach dem ersten Hören des Albums ChiKyu von Matenrou Opera, einer japanischen Metal-Band, so für Gedanken hatte. Es wurde am 20. Januar 2016 veröffentlicht und enthält insgesamt 13 Stücke. Matenrou Opera (zu Deutsch: Wolkenkratzer Oper) bestehen seit 2007. ChiKyu ist das  sechste Album der Gruppe, außerdem haben sie noch zwei Mini-Alben und diverse Singles veröffentlicht. 地球 [ ChiKyu ] heißt übrigens Erde, Erdball, Erdkugel.

Das Aushängeschild des Albums ist vermutlich Burning Soul, ein Track, der vorab auch schon als Single veröffentlicht wurde. Ich finde ihn sehr gelungen und er stellt, so glaube ich, das Potential und die Spielweise der Band ganz gut dar. Während des Hörens kam mir immer wieder in den Sinn, dass der Sound gerade in diesem Stück gar nicht so fremdartig klingt. Diesen „typischen Visual-Kei-Sound“ vieler japanischen Bands hört man bei Matenrou Opera allgemein nicht so heraus. Ganz konkret kam mir bei Burning Soul Sonata Arctica in den Sinn. Inwieweit man hier aber eine Assoziation zwischen den beiden Bands herstellen kann, sei jedem selbst überlassen.

Ein zweites Stück des Albums, das mir gleich im Gedächtnis hängen geblieben ist, ist 青く透明なこの神秘の海へ [aoku toumei na kono shinpi no umi e]. Vor allem die wiederkehrenden Instrumentalteile sind mir aufgefallen und ich musste unwillkürlich – man verzeihe mir diesen Vergleich – an Nightwish denken. Also an das frühe Nightwish, Alben Wishmaster und Oceanborn. Das liegt vielleicht, oder hauptsächlich, wie ich vermute, an der Kombination aus Synthesizer/Keyboard und E-Gitarre. Normalerweise bin ich von übermäßigen Synthesizerklängen nicht so begeistert, vor allem nicht, wenn sie aus der Konserve kommen. Da Matenrou Opera aber ganz offiziell einen Keyboarder haben und der die entsprechenden Parts auch live auf der Bühne spielt, finde ich es in diesem Fall in Ordnung. Auch Nightwish haben ja bekanntermaßen einen Keyboarder^^

Ein weiteres Lied, an das ich mich nach dem ersten Hören gleich erinnern konnte, war FANTASIA. Warum? Weil es ein Instrumentalstück ist. Außerdem hat es keinen japanischen Namen, was bedeutet, dass ich ihn mir leichter merken kann 😉 Die Stimme von Sänger Sono ist zwar recht markant, aber auch sehr Vibrato-behaftet. Ich kann mir gut vorstellen, dass manchen seine Stimme überhaupt nicht zusagt. FANTASIA zeigt jedenfalls, dass die Band nicht nur aus dem Sänger besteht.

Das letzte Stück, das ich hier noch kurz ansprechen will, ist 讃えよう 母なる地で [tataeyou haha naru chi de]. Es sticht vor allem der Chor heraus, mit dem das Lied auch beginnt und mit dem sich Sänger Sono beim Singen abwechselt. Es ist einfach ein schönes Stück, das dadurch auffällt, dass es irgendwie anders ist. Die Progressive/Power-Metal-Elemente fehlen hier komplett.

Zu zwei weiteren Songs des Albums, zusätzlich zu Burning Soul, nämlich PANDORA und ether, wurden ebenfalls PVs (Promotional Videos) veröffentlicht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Die anderen Stücke des Albums sind im Übrigen auch sehr hörenswert. Ältere Veröffentlichungen der Gruppe finden sich ebenfalls auf YouTube 😉

Viele Grüße

Michaela

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8 Gedanken zu “Die Erde ist doch eine Scheibe – „ChiKyu“ von Matenrou Opera

    1. Hallo Michael,
      ein bisschen Japanisch kann ich, d. h. manche Textpassagen verstehe ich. Das meiste aber nicht… 🙂 Man findet oft Übersetzungen im Internet, normalerweise ist der Songtext dann ins Englische übersetzt. Manchmal setze ich mich auch selber hin, und versuche ein paar der Texte zu übersetzen (mit Wörterbuch!).
      Liebe Grüße
      Michaela

      Gefällt 1 Person

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