Hey ho,

es geht mal wieder um das leidige Thema Buchtitel, ganz konkret um den Titel für meine Urban-Fantasy-Reihe, von der ich einige wenige Auszüge hier schon veröffentlicht habe und deren ersten Band ich demnächst auf elektronische Weise zu publizieren gedenke. Mein genialer (?) Geist hat sich dazu (wieder mal…) etwas Neues überlegt. Aber der Reihe nach:

Ganz am Anfang – was schon einige Jahre her ist, denn laut einer Datei auf meinem PC war die Rohfassung des ersten Teils spätestens 2008 fertig (Schande über mich…) – hieß die Geschichte DAIN – einfach nur, weil ich den Klang dieses Wortes ganz passend fand. Dann war ich der Meinung, dass das für einen Buchtitel zu wenig eingängig ist und habe mir auf kreativste Weise überlegt, dass DAIN lediglich ein Akronym ist, und zwar für Death And Infinite Night. Dieser Titel hatte ein relativ langes Leben, was natürlich auch daran lag, dass ich zwischenzeitlich gefühlte hundertundeins neue Projekte angefangen habe (wofür ich mich nochmals in Schande bade).

Erst vergangenes Jahr (2015) habe ich mich dann wieder intensiver mit Death And Infinite Night (bzw. DAIN) auseinandergesetzt und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass das viel zu theatralisch klingt: Tod und ewige Nacht, pathetischer geht’s wohl kaum… Also musste was Neues her und nach einigem Überlegen ist dann Im Schatten des Halbmondes herausgekommen. Dieser Name hatte aber in etwa die Lebensdauer einer Eintagsfliege. Warum? Weil die Geschichte (wie auch immer sie nun gerade heißt) nichts mit dem Nahen Osten zu tun hat. Es gibt bereits ein Buch mit demselben Titel, welches die Christenverfolgung in islamischen Ländern behandelt. Also wieder auf Anfang.

Die nächste Idee war Ein Flügelschlag im Wind. Dieser Name taucht in älteren Beiträgen noch öfter auf, ist aber mittlerweile auch schon wieder Geschichte. Einen speziellen Grund, weswegen ich ihn über Bord geworfen habe, kann ich dabei gar nicht mal nennen. Er hat irgendwie nicht alle Aspekte der Handlung abdecken können.

Nun jedenfalls bin ich wieder zum Ursprung zurückgekehrt: DAIN. Nun gut, das ist jetzt nicht wirklich genial, und deswegen gibt’s einfach wieder den Trick mit dem Akronym. Diesmal aber, damit es nicht ganz so offensichtlich theatralisch ist, nicht auf Englisch, sondern auf Latein: dum abimus in noctem. Gleich noch als Warnung hinterher: Mit meinen Lateinkenntnissen ist es nicht (mehr) weit her. Wenn hier kompletter Schmarrn (zu Hochdeutsch: Unsinn) steht, dürft ihr mich gerne darauf hinweisen^^ Wer sich an einer Übersetzung versuchen möchte, darf dies gerne im Kommentarfeld tun. Ich werde den Vorschlag dann mit meiner angedachten Übersetzung vergleichen (um mich nicht schon im Vorfeld als Lateinmuffel zu outen)…

Ich hoffe aber – zu unser aller Wohl, denn ansonsten gibt’s hier noch mehr Beiträge in ähnlicher Form wie dieser, und das will ich eigentlich niemandem antun -, dass das der endgültige Titel ist: DAIN – dum abimus in noctem 

Und allen, die dieses Geschreibsel hier bis zum Ende gelesen haben, sage ich Danke und verrate ihnen auch den Titel des ersten Bandes – Blutzeichen -, der im Übrigen von Anfang an ohne langes Hin und Her genau so festgestanden ist 😉

Bis bald!

 

 

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18 Gedanken zu “Die Tücken mit dem Titel

  1. Titelsuche ist ein Desaster ganz eigenen Ausmaßes. Ich schreibe auch schon recht lange am ersten Roman und der Titel hat sich ebenfalls gefühlte 42 Mal geändert. So richtig fest, stet er eigentlich immer noch nicht.

    Ich mag ja auch eigentlich diese „Tausend Namen in einem Titel“ nicht, die ja heute Standard sind, damit jemand überhaupt was kauft. Anstatt einem Buch einfach einen simplen Titel zu geben, muss man ja heute noch nen Untertitel, den Namen der Reihe, den Namen der Welt, den übergeordneten Namen der Grundidee, den Namen des Autors, die Initialen des Ghostwriters und eine Nummer, die auf die Reihenfolge hinweist hinklatschen. Daraus entsteht dann schnell:
    MARCEL MICHAELSEN
    präsentiert einen
    G. H. WRITERS
    ROMAN
    EINE GRÜTZENWELT GESCHICHTE
    GRAUPELBERG
    BAND I
    GRAUPELHAUSEN IN FLAMMEN
    EIN FALL FÜR GRÜTZ VON GRAUPELHAUSEN

    Finde das mittlerweile wirklich nervig. Aber bei dir hält es sich ja zum Glück noch in Grenzen. Bei mir dann nebenbei auch, hoffe ich.

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    1. Ich kann dich verstehen… Ich bin normalerweise auch eher für kurz und bündig. Viel umfangreicher, als es eh schon ist, sollte es deswegen auf keinen Fall werden. Gespannt bin ich dann natürlich auch auf deinen endgültigen Titel 😉

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    1. Ok, das will ich jetzt so nicht stehen lassen 😀

      das Problem habe ich auch … bei mir den Ausschlag geben, tun (ja tun – Tunwörter tut man – nein ich mag das Wort nicht) Liedzeilen – zumindest sehr oft, dabei kommt es aber auch vor, dass eben durch Liedzeilen Geschichten entstehen …
      Bei zwei Sachen stehen die Titel schon fest, weil sie wie die Faust aufs Auge passen, aber das Sprunghafte habe ich bei einer anderen auch … ich bin immer noch nicht wirklich zufrieden
      die erste Idee war eine Anspielung auf die Protagonistin und das was sie ausmacht, was aber zu „erotisch“ oder wie auch immer verstanden werden konnte und das andere klingt so nach Teenie-Schnulzen-Irgendwas … naja 😀 wird noch 🙂

      und ich will noch ne Übersetzung 😉
      meine Lateinkenntnisse sind … nicht vorhanden 😀

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  2. Urban-Fantasy lese ich wirklich gern 🙂 Bin daher ziemlich gespannt auf den ersten Band ^^ Würde übrigens ebenfalls gern wissen, wie denn nun die Übersetzung lautet. Latein habe ich leider nie gelernt, aber vielleicht kann mir mein Bruder mit seinen Kentnissen aushelfen ^^

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    1. Wie im Beitrag geschrieben, bin ich mir auch nicht hundertprozentig sicher, ob die Phrase so passt, aber meinen Restlateinkenntnissen nach sollte es die Bedeutung haben „Während wir in die Nacht scheiden/(hinüber-)gehen“. Abire (die Grundform von abimus) hat mehrere Bedeutungen 😉

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  3. Manchmal kommt einem der Titel mit Anfang des Buch und manchmal ergeht es einem wie dir. Die ersten Titel klingen zwar schön, aber sie sind auch vergänglich. Ich erinnere mich an ein blaues Cover von Nina Blazon, irgendwas mit Sternen und dass das Buch gut war. Aber den Titel, den merke ich mir einfach nicht…
    Blitzeichen ist kurz und einprägsam. Ist es dabei geblieben? =)

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  4. Ach ja… der Titel. 🙂 Also bei mir stand ja von Tag 1 an fest, dass meine Reihe einfach nur „12“ heißen soll. Und Band 1 hieß anfangs noch „Das Rad der Zeit“, obwohl ich wusste, dass es was in dieser Richtung ja schon von Robert Jordan gab (hab’s allerdings nie gelesen). Dann mischte irgendwann plötzlich auch noch eine Literaturagentur bei der Titelgestaltung mit und wollte, dass „12“ nicht mehr „12“ heißt, sondern „Die 12 Welten“. Und „Das Rad der Zeit“ geht sowieso nicht, Begründung siehe oben. Also wurde aus Band 1 „Die Akademie der Zeit“ und aus dem Titel der Reihe… nix, weil ich da stur blieb. Naja, mittlerweile gibt’s die Agentur nicht mehr, ich veröffentliche auf eigene Faust und Band 1 heißt mittlerweile ganz offiziell „12 – Die Akademie der Zeit“… also ein Mischmasch aus allem Möglichen der letzten Jahre. Die diversen Titel für Band 1 die zwischenzeitlich sonst noch im Rennen waren, spare ich mir an dieser Stelle, würde den Platz sprengen. Und das Schöne, mit Band 2 und 3 läuft’s natürlich genauso. Naja, okay, immerhin das „12“ steht mittlerweile felsenfest. 😉

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    1. Beruhigend zu wissen, dass das anderen auch so geht^^ Aber wenn zumindest die „12“ bei dir steht, dann hast du ja etwas, woran du festhalten kannst. Gibt’s schon Ideen für die Titel von Band 2 und 3?

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      1. Es gibt Ideen und ich bin sogar zuversichtlich genug, um sie bereits ganz offiziell auf meiner Website anzukündigen. „12 – Fremde Welten“ und „12 – Ein Licht in der Dunkelheit“. Hab witzigerweise gerade festgestellt, dass diese Infos aber ziemlich gut versteckt sind bzw. meine Navigation etwas unübersichtlich ist. Hätte es beinahe selbst nicht mehr gefunden. Da muss ich in naher Zukunft glaub ich noch mal redesignen… oder ein Gewinnspiel daraus machen: „Such die Info auf meiner Homepage“ 🙂

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