Am Anfang war es nur eine Kleinigkeit, eine winzige Veränderung. Die Luft zitterte, ganz leicht nur.

Dann kamen die Wolken, rotteten sich zusammen und die Vögel flohen mit lautem Geschrei aus den Bäumen, aufgeweckt von der zitternden Luft und den sich zusammen rottenden Wolken.

Es wurde dunkler. Die Wolkenwand türmte sich weiter und weiter auf, erstreckte sich bis zum Horizont und verschluckte das Licht der Sonne. Die Luft war nun wie aufgeladen, vibrierte stärker.

Der Schatten der Wolkenwand schreckte nun auch die Tiere des Waldes auf. Alarmiert hoben sie ihre Köpfe, witterten, erkannten die Veränderung und konnten sie doch nicht verstehen.

Das Vibrieren nahm weiter zu, wuchs zu einem Grollen heran und mit einem Mal entlud sich ein greller Blitz aus dem schwarzen Himmel, zerriss die Wolken und bahnte sich seinen Weg zur Erde.

Nun hielten auch die Menschen inne, schauten auf, ruhig noch, abwartend – bis das Vibrieren der Luft auf die Erde überging.

Alles bebte, weitere Blitze zuckten, begleitet von ohrenbetäubendem Dröhnen, und die Menschen verfielen in Panik. Chaos oben und unten, bis…

… ja, bis ein gleißender Lichtstrahl, aus dem Himmel geboren, auf die Erde niederging. Ein kurzes Stehenbleiben, kein Beben, kein Dröhnen mehr, sondern nur das Licht, das wie ein senkrechtes Band oben und unten zusammenhielt.

Es war vollbracht: die Wiedergeburt eines Gottes.

Und dann brach alles auseinander.

— Gedanken zu Song und Video GENESIS von NOCTURNAL BLOODLUST

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8 Gedanken zu “Die Wiedergeburt eines Gottes

  1. Ich mag das Ende. Im Sinne von: Alles im Arsch, wenn wir uns auf die Götter verlassen. Falls du das gemeint hast. Aber man nimmt ja als Leser ohnehin seine eigene Interpreatation mit.

    Kleiner Fehler übrigens im dritten Absatz: DIE Wolkenwand statt DER Wolkenwand.

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  2. Ist nicht für jeden super eingängig. Man muss bedenken, dass die Geschichten um 1920 entstanden sind. Wenn du mit etwas Kurzem anfangen willst, rate ich dir zu Geschichten wie „Pickmanns Modell“ oder „The Dreams in the Witchhouse“, wenn du gleich mit einem größeren Werk anfangen willst, empfehle ich dir „Shadow over Innsmouth“. Mit letzterem habe ich damals angefangen, wobei ich das beim ersten Durchgang zu meiner Beschämung noch nicht wirklich schätzen konnte. Erst beim zweiten Durchgang hat mich die Geschichte erst richtig überzeugt, heute gehört sie zu meinen Lieblingsstories.

    Gefällt 1 Person

    1. Super, vielen Dank für die Tipps! Da ich momentan viel zu tun habe, werde ich es zunächst vermutlich mit etwas Kürzerem versuchen. Ich schaue mal, ob ich die von dir empfohlenen Geschichten auftreiben kann^^

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